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Pressestimmen

»Ein Jahr lang haben die Herausgeber Detlef Bluhm und Rainer Nitsche in Briefen, Tagebüchern und Reiseberichten gekramt. Was sie ans Licht brachten, ist eine wertvolle Sammlung kleiner Kostbarkeiten vom Aphorismus bis zum Essay. Daß die Herausgeber der Stadt im Grunde sehr zugetan sind und ihr nur Gutes wollen, machen sie in ihrem Vorwort deutlich. Schon in dem Stadtführer Berlin. Eine Ortsbesichtigung haben sie ihren Blick für das Besondere bewiesen. Erneut hat sich im vorliegenden Band die Zusammenarbeit bewährt: Die ausgewählten Absagen klagen ohne zu jammern. Brillant formuliert gehen sie weit über ein Berlin ist das Letzte in Heiner-Müller-Manier hinaus und mögen sogar manchen Leser dazu bringen, die Qualen dieser angeblichen Metropole wider guten Wissens selbst erfahren zu wollen.«

Berliner Zeitung vom 30. September 1993
»So viele schöne neue Bücher. Und trotzdem: Wenn wieder mal ein Bringsel fällig ist, weil Neu-Berliner zu begrüßen sind, bleibt dieses schmale böse Bändchen mein Liebling. Hübsch in Szene gesetzt und mit ordentlichen Quellenangaben. Lauter Verrisse, eine einzige, große grün-eingebundene Liebeserklärung an diese Stadt.«

Süddeutsche Zeitung vom 17. September 1997
»Beschimpfung vom Feinsten, Verwünschungen von literarischem Rang. Was wird das für ein Zitieren und Jubilieren sein zwischen Meckenheim und Siebengebirge, zwischen Wahn und Godesberg. Welch ein links- und rechtsrheinisches Jauchzen wird anheben über so viel Nestbeschmutzung, wie sie sich der kleine (berlinische!) Transit Verlag leistet; und man wird sich die Namen all der Berühmtheiten zuraunen, die auch schon von Berlin nichts wissen wollten, außer wie man da rasch wieder egkommt. Man wird mit E.T.A. Hoffmann ºhinaus aus dieser Öde¹ wollen. Aber vielleicht geht die Schadenfreude nach ein paar Wochen dann doch in so etwas wie Neugierde über, in die Lust auf die Begegnung mit einer Stadt, die so beharrlich über ihr negatives Image hinwegzuleben versteht.«

Die Zeit vom 14. April 1994
»Berlin-Beschimpfungen vom Feinsten und vielstimmige Lobreden auf Bonn “ welches Herz in rheinischer Schieflage möchte da nicht so kurz vor dem großen Umzug höher schlagen.«

General-Anzeiger Bonn vom 21. Oktober 1998
»Ein literarischer Umzug heißt nach dem Willen der Herausgeber ihr literarisches Florilegium aus zwei Jahrhunderten, und damit balanciert der Untertitel schon zwischen den Begriffen Rosenmontagszug und Möbelspedition. Daß dies durchaus subversiv gemeint ist, wird beim Blick in das Impressum deutlich, in dem die beiden Blütenleser ihre Bonner Bindungen betonen und außerdem geständig sind, für denselben Verlag ein ähnliches Werk zu Berlin ausgeheckt zu haben (Berlin ist das Allerletzte). Es sind staunenswerte Funde, die von den beiden zusammengetragen wurden und es scheint fast wie im wirklichen Leben: Jeder, der mit Bonn zu tun hat, weiß ein Lied davon zu singen “ Heine, Pirandello und Victor Hugo, mal schön, mal weniger. Und dankbar greift man dann in dessen Jubiläumsjahr zu Goethe, der schon 1823, und wenn auch ahnungslos, im Hauptstadtstreit zum Salomon geworden ist: ºVon Bonn und Berlin ist mir viel Gutes geworden.¹ Drum: Wer zwei Koffer in Berlin hat, der mache einen zu Geld und kaufe dieses Buch.«

FAZ vom 19. Oktober 1998

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